Das Thema meiner fotografische Arbeit: ein Spiel mit dem in Beziehung treten und dem Verstehen des Anderen, das sich Einlassen auf eine Auseinandersetzung mit dem Anderen.
Die Auseinandersetzung ist oft kurz, ein Shooting oder kann über einen viel längeren Zeitraum gehen. Für mich ist in den meisten Fällen der kommunikative Prozess für das generieren der Bilder unabdingbar.

Die Arbeit „Free Portraits“:
Der Kontakt zu den Anderen läuft bei dieser Arbeit über die mediale Schiene: zu den Shootings werden Anonyme als Modelle über Zeitungsannoncen eingeladen.
Ich suche die Kontakte in Großstädten: NYC 2000, London 2001, Lemberg 2002, Kiew, Belgrad, Teheran 2003, Moskau 2004, 2005, Teheran, Isfahan, Jazd 2006.
Bei der Auswahl der Orte habe ich mich letztendlich auch von politischen Überlegungen leiten lassen.
Und ich bietet den Modellen für ihre Teilnahme am Fotoprojekt unentgeltich ihre Portraitfotografien an.
Gert Walden schreibt in über meine Arbeiten in New York : „Kandl intensiviert in New York, was ihn über Jahrzehnte schon beschäftigt. Die Interaktion, die Selbstdarstellung, die Beobachtung im städtischen Raum. Er löst sich allerdings sehr rasch vom allein voyeuristischen Standpunkt des Life-Fotografen. Den entscheidenden Moment des Exponieren inszeniert Kandl. Einverständnis und gegenseitiges Verständnis sind die (humanistische) Basis seiner Arbeit, der Fotograf und das Modell bringen sich zu gleichen Teilen in die Aktion ein. Kandl und seine Modelle spielen das immer neue Spiel mit der Identifikation in der Fotografie.
Dieses Ausloten der jeweiligen Befindlichkeiten, das Abbilden im Medium Fotografie mit der allgegenwärtigen Option des Spontanen machen die Abenteuer im Kopf und in den Strassen von Manhattan aus. Wer wen manipuliert, diese Frage lässt sich bei Kandls Operationsweise beantworten: es sind Geschäfte auf Gegenseitigkeit.“
Seit Jahren beschäftige ich mich mit dem Menschenbild, und es geht mir dabei um das Portrait im städtischen Umfeld, die Einbindung meiner Bilder in einen gesellschaftlichen Kontext.
Erwähnen möchte ich Werkzyklen wie „Weinhaus Wien 8“ 1979 - 81, "Straßenportraits" Wien 1981, „Polaroids“ 1978 , letztendlich „Free Portraits“ seit 1998.

Free Portraits

For a number of decades the Austrian fine art photographer Leo Kandl has looked at a broader concept of portraiture. In his Free Portraits series he used newspaper ads to find models in cities as diverse as New York, Moscow, London, Kiev and Vienna, but without divulging the specific purpose...


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Free Portraits

Der österreichische Fotokünstler Leo Kandl sucht für seine Serie “Free Portraits” Modelle via Zeitungsannonce, in sehr unterschiedlichen Städten wie New York, Moskau, London, Teheran, Kiev, aber auch Wien. Ohne den genaueren Zweck der Fotografien zu enthüllen, findet er so meist junge, selbstbewusste Menschen mit einem Hang zur Selbstdarstellung. Kandl übergibt...


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Free Portraits

Der österreichische Fotokünstler Leo Kandl sucht für seine Serie “Free Portraits” Modelle via Zeitungsannonce, in sehr unterschiedlichen Städten wie New York, Moskau, London, Teheran, Kiev, aber auch Wien. Ohne den genaueren Zweck der Fotografien zu enthüllen, findet er so meist junge, selbstbewusste Menschen mit einem Hang zur Selbstdarstellung. Kandl übergibt...


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Kollektion

Der Fotograf Leo Kandl setzt sich in dieser Arbeit über die Gesetze der Modefotografie hinweg. Er widmet seine Aufmerksamkeit nicht den schnell wechselnden Modekollektionen, sondern richtet seinen Fokus auf klassische, abgetragene Herrensakkos, Kleidungsstücke, die Geschichten erzählen. Oberflächenstruktur, Volumen, Schnitt und Muster füllen die Bildfläche aus und lassen den Blick des...


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Wer ist der Andere?

Das Thema meiner fotografische Arbeit: ein Spiel mit dem in Beziehung treten und dem Verstehen des Anderen, das sich Einlassen auf eine Auseinandersetzung mit dem Anderen. Die Auseinandersetzung ist oft kurz, ein Shooting oder kann über einen viel längeren Zeitraum gehen. Für mich ist in den meisten Fällen der kommunikative...


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